Bis vor ein paar Jahren war die Teilnahme an der Pariser Designmesse für uns eher ein Traum als ein Plan. Die Logistik, die Kosten, das Ausmaß der Veranstaltung - alles schien eine andere Liga zu sein. Doch im Januar 2026 standen wir im Rahmen einer der größten Branchenveranstaltungen Europas, der Maison & Objet, auf dem Messegelände. Uns wurde sehr schnell klar, dass dies keine Messe ist, auf der man sich inspirieren lässt, sondern eine Veranstaltung, die überprüft, in welchem Stadium der Markenentwicklung man sich befindet. Und warum? Lesen Sie unseren Bericht und die Lehren, die wir daraus gezogen haben.

Der Stand von UMMO Lighting und Upper Half auf der Maison & Objet 2026 in Paris
Wir haben die Messe gemeinsam mit Górna Półka besucht, das auf den ausländischen Märkten als UPPER HALF auftritt und der Hauptaussteller war. Wir wussten von Anfang an, in welcher Form wir präsent sein würden - als Marke, die den Raum mitgestaltet und ihre Produkte in einem partnerschaftlichen Rahmen präsentiert.
Diese Lösung hatte ihre Vorteile: Sie ermöglichte es uns, auf einer der wichtigsten Designbühnen in Europa präsent zu sein und zu sehen, wie unsere Lampen in einem internationalen Kontext funktionieren. Natürlich erkundigten sich einige Besucher nach der Beziehung zwischen den Marken, was Raum für Gespräche über ihre jeweiligen Spezialisierungen und Identitäten eröffnete.
Es waren wertvolle Gespräche - nicht nur über Produkte, sondern auch über Designphilosophien und zukünftige Richtungen. Wir haben eine große Anzahl von UMMO Lighting Markenkatalogen verteilt, und das Interesse an unserem Design war deutlich.
Vor allem hat uns diese Messe gezeigt, wie wichtig es ist, die Struktur der Zusammenarbeit präzise zu kommunizieren und parallel dazu die Markenbekanntheit in ausländischen Märkten aufzubauen - Schritt für Schritt, konsequent.

Maison & Objet 2026 in Paris - eine Messe wie keine andere
Wir waren zum ersten Mal auf der Maison & Objet, daher haben wir keinen Vergleich zu früheren Ausgaben. Im Gegensatz zu anderen Messen, auf denen wir bereits ausgestellt haben, überraschte uns hier jedoch das Fehlen einer klassischen thematischen Aufteilung.
Es gab keine klaren Sektoren für Beleuchtung oder Möbel. Alles war gemischt. Neben Hallen mit Premium-Marken gab es Räume, in denen der Verkauf zeitweise an eine Designmesse erinnerte. Etliche Monomarkenstände boten fast alles an: Vasen, Lampen, Möbel, Textilien, Bilder.
Das hat uns erlaubt, unsere Perspektive zu ändern. Denn auf einer solchen Veranstaltung konkurriert man nicht nur mit einem Lampenhersteller, sondern mit einer kompletten Lifestyle-Vision.

Die interessantesten Trends auf der Maison & Objet 2026 in Paris
Der auffälligste Trend? Farbe, viel Farbe! Kräftige Gelbtöne, tiefe Grüntöne, satte Blautöne, kühne Formen. Ein Trend also, der im Gegensatz zum gedämpften Scandi- oder japanischen Stil steht, der auch in Polen jahrelang dominierte. Paris zeigt, dass die Inneneinrichtung ausdrucksstärker, weniger konservativ und vor allem persönlicher wird. Wir sehen das an unseren Verkäufen - die bunten Lampen von UMMO Lighting verkaufen sich immer besser.
Der Slogan der Messe 'Past Reveals Future', ein Dialog zwischen Geschichte und Zukunft, wurde in vielen Projekten deutlich. Dies ist eine sehr treffende Metaerzählung für das, was auf der Messe geschah: traditionelle Handwerkskunst trifft auf innovative Technologien; klassische barocke Formen werden als Avantgarde neu interpretiert; Rohmaterialien werden mit hochmodernen Produktionsverfahren kombiniert. Das ist eine klare Botschaft an die Industrie: weniger Massentauglichkeit, mehr Authentizität und eine Neuinterpretation von Klassikern.
Auf der Messe konnten wir vier klare Trends an den Ständen erkennen:
- Metamorphose - Recycling und Transformation von Gegenständen, die ihre Funktion und ihren Verwendungszweck verändern.
- Mutation - Hybride von Materialien, deren Nebeneinanderstellung auf unauffällige Weise.
- revisited Baroque - theatralische, elegante und luxuriöse Details, die vom Barock inspiriert sind, aber eine moderne Wendung nehmen.
- Neo-Folklore - lokale Geschichten und Traditionen, die im Kontext des globalen Designs neu interpretiert werden.
Kann alles von der Messe umgesetzt werden? Das ist nach nur einer Ausgabe schwer zu sagen. Aber die Richtung ist klar: Design ist nicht mehr neutral. Es soll Emotionen wecken.

Expansion der Marken im Ausland - ist der französische Markt eine gute Richtung für das polnische Design?
Die wichtigste Schlussfolgerung dieser Reise ist jedoch eher strategischer als ästhetischer Natur. Der französische Markt könnte eine Entwicklungsrichtung mit großem Potenzial für UMMO Lighting sein.
Die moderne französische Inneneinrichtung ist farbenfroher. Die abgerundeten, morphischen Formen unserer Lampen und die breite Farbpalette passen natürlich zu dieser Ästhetik. Jedenfalls ist es nicht mehr nur eine Vermutung. Wir haben unsere ersten Verkäufe über einen in Frankreich ansässigen Shop und unsere erste Zusammenarbeit mit einem französischen Influencer - UTOPIC -, in dessen Küche eine Malumi-Lampe hängt.
Gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass ein Messebesuch nicht ausreicht, um eine Marktposition aufzubauen. Es bedarf einer systematischen Arbeit, die Beziehungen aufbaut, den Bekanntheitsgrad erhöht und Vertrauen schafft.
Internationalisierung der Marke Schritt für Schritt - was lernen Sie von der größten Designmesse Europas?
Womit kehren wir nach der Maison & Objet 2026 zurück? Wir bringen mit:
- die Erkenntnis, dass wir als Marke UMMO Lighting bereit sind, uns breiter aufzustellen,
- die Bestätigung, dass unsere ästhetische Ausrichtung auf dem neuesten Stand ist,
- eine Lektion darin, wie man die Marke präzise kommuniziert,
- die Überzeugung, dass Frankreich für uns ein erreichbarer Markt ist.
Noch vor ein paar Jahren lag die Teilnahme an der Maison & Objet außerhalb unserer finanziellen und logistischen Möglichkeiten, heute sind wir dort vertreten, was an sich schon ein Erfolg für uns ist.
Zusammenfassung
Die Maison & Objet 2026 war für uns ein wichtiger Test. Wenn wir wiederkommen, und wir wollen wiederkommen, dann mit einer noch klareren Kommunikation und einer klaren Strategie für unsere Präsenz auf dem französischen Markt. Wir haben das Gefühl, dass wir gerade erst anfangen, das nächste Kapitel in der Geschichte von UMMO Lighting zu schreiben!
